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  • Tusche und Tinte

    Tusche und Tinte

    Schon als Teenager habe ich Füllfederhalter geliebt. Auf Flohmärkten war es mein Größtes, nach ausgefallenen Modellen zu stöbern. Am liebsten waren mir die alten, mit glänzendem Perlmutt, in die sich die Tinte mittels einer Kolbenmechanik aufziehen lässt. Über die Jahre hat diese Leidenschaft nicht nachgelassen und so verfüge ich heute über eine stattliche Anzahl verschiedenster Füller – mehr, als ich regelmäßig benutzen kann.

    Nachdem ich wieder mit dem Zeichnen angefangen hatte, wollte ich natürlich auch meine Lieblingswerkzeuge dafür nutzen. Das Problem dabei war die Tinte – es gab keine wasserfeste bzw. sie war nur sehr schlecht zu bekommen. In Füllfederhalter darf man keinesfalls Tusche einfüllen (die meist wasserfest ist), nur Tinte, denn sonst verklebt der Füller und ist nicht mehr zu gebrauchen.

    Vergleich Tusche und Tinte

    Der Unterschied zwischen den beiden liegt in der Zusammensetzung der Flüssigkeit:

    • Tusche enthält neben Pigmenten ein Bindemittel (z. B. Schellack oder Kunstharze), die die Tusche sehr fest auf dem Papier haften lässt und sie sehr deckend macht.
    • Tinte besteht meist aus einer Lösung oder Dispersion von Farbmitteln in Wasser oder anderen Lösungsmitteln, die wenig oder keine Bindemittel enthalten (Quelle: Wikipedia).

    Das bedeutet:

    • Tusche solltest Du nur mit einer Feder (Zeichenfeder, Rohrfeder etc.) oder einem Pinsel benutzen. Die ist nach dem Trocknen meist wasserfest. Tuschezeichnungen können daher gut mit wasserlösliche Farben (z.B. Aquarell) koloriert werden.
    • Tinte darf in den Füllfederhalter, egal, ob als Patrone oder aus dem Tintenfässchen aufgezogen in einen Kolbenfüller. Tinte kann nach dem Trocken wieder angelöst werden – damit kannst Du schöne Effekte bei Deiner Zeichnung erzielen. Vorsicht natürlich bei Text, der wird dann eventuell unleserlich 😉

    Zum Glück für mich gibt es inzwischen auch wasserfeste Tinte, was für mich wichtig ist, da ich meine Zeichnungen gerne noch mit Aquarellfarben koloriere UND mit Füller zeichne.

    Hier ein empfehlenswerter Hersteller von Tuschen und Tinten, z.B. auch der SKETCHink, die ich meist für meine Füllerzeichnungen nutze: https://www.rohrer-klingner.de/de/sketchink/ (unbezahlte und unbeauftragte Werbung)

    Tolle Anregungen zum Zeichnen mit Tinte und Tusche findest Du im Web bei den Urban Sketchers (https://urbansketchers.org/de/) oder unter dem Hashtag #inktober und #inktober2022 auf Facebook und Instagram zum Inktober, einer Zeichen-Challenge, die jedes Jahr im Oktober stattfindet.

    Viel Spaß mit Tusche und Tinte!

  • Alter Freund, neue Liebe – Buntstifte

    Alter Freund, neue Liebe – Buntstifte

    Vor kurzem habe ich einen alten Freund wiedergetroffen: den Buntstift. Er hat sich kaum verändert in den langen Jahren, die wir uns nicht gesehen haben, jedenfalls äußerlich nicht. Nachdem wir uns dann immer wieder getroffen haben, durfte ich feststellen, dass er doch eine ganz wunderbare Verwandlung durchgemacht: er ist innerlich gereift, glänzt durch Vielfältigkeit und ist kräftig und dennoch weich, leicht und trotzdem stark…

    Bevor ich jetzt in die Trivialliteratur abgleite, beschreibe ich lieber, welche Ausführungen von Buntstiften es gibt und warum ich so gerne mit Buntstiften zeichne 🙂

    Buntstifte bestehen in der Regel aus einer farbigen Mine und einer Holzummantelung. Es gibt auch Vollminenstifte; diese bestehen nur aus der Mine ohne Holz drumrum. Über die Mine schreibt Wikipedia:

    „Die Mine des Buntstiftes besteht aus Farbpigmenten, Cellulosederivaten als Bindemittel, Talkum und Kaolin als Füllstoff sowie Fetten und Wachsen als Imprägniermittel. Um eine Wasservermalbarkeit zu ermöglichen, werden Additive, wie Emulgatoren und Tenside, beigemengt.“

    Man kann generell drei Ausführungen unterscheiden: Buntstifte für Kinder und Schule, die Mittelklasse aus dem Kreativ-Bereich und die Künstlerstifte.

    Buntstifte für Kinder

    Jeder kennt sie, wir alle hatten welche im Kindergarten und in der Schule. Buntstifte für Kinder sind aus keinem „guten Holz geschnitzt“, ganz wörtlich – und genau das ist das Problem. Das Holz, mit denen die Farbmine gefasst ist, ist günstig, in der Regel Weichholz, das langfaserig ist und leicht bricht. Das ist eigentlich gerade für Kinder sehr ungünstig, denn beim Runterfallen des Stiftes bricht oft die Mine innerhalb der Holzummantelung und damit tut man sich schwer den Stift anzuspitzen. Weiterhin führen die langen Holzfasern dazu, dass das Holz beim Anspitzen reißt und so die Mine abbricht – eine scharfe Spitze wird schwierig. 

    Um günstig verkauft werden zu können, muss man auch Abstriche bei der Mine machen. In Buntstiften für Kinder werden verhältnismäßig wenig Pigment, dafür mehr Füllstoffe verwendet. Dies führt dazu, dass die Stifte ziemlich hart sind und keinen besonders guten Farbabrieb haben. Dies bedeutet, dass auch bei stärkerem Druck nur wenig Farbe auf dem Papier ankommt – wenig Pigment eben.

    Buntstifte aus dem Kreativ-Bereich

    Sie enthalten mehr Pigmente, als Buntstifte für Kinder, sind also kräftiger beim Farbauftrag, doch das verwendete Holz ist meist auch Weichholz mit den oben beschriebenen Nachteilen. Achtung beim Einkauf: auf der Packung steht oft „Künstler-Buntstifte“ – dies bezeichnet aber eher das Anwendungsgebiet (künstlerisch, kreativ) und ist weniger ein Qualitätsmerkmal.

    Buntstifte für Künstler

    In echten Künstler-Buntstiften werden nur hochwertige, hoch lichtechte Pigmente verendet. Grundsätzlich ist die Zusammensetzung gleich derer in den beiden anderen Kategorien, jedoch ist das Verhältnis der Pigmente zu den anderen Zutaten sehr viel höher. Dadurch haben Künstler-Buntstifte einen wunderbar satten Farbabrieb, bringen also viel Farbe auf’s Papier.

    Auch das Holz der Ummantelung ist von besserer Qualität: Hartholz, häufig Zedernholz, das sehr feinfaserig ist und sich sehr gut anspitzen lässt und durch seine Härte auch die Mine gut schützt.

    „Echte“ Künstler-Buntstifte bester Qualität erkennt man daran, dass sie im Fachhandel einzeln erhältlich sind und auch am Preis: ein einzelner Stift kostet ca. 1,70 € aufwärts 🙁

    Wasserfest oder wasservermalbar?

    Für jeden Bereich gibt es wasserfeste Buntstifte und wasservermalbare (Aquarellbuntstifte). Letztere sind mit einem kleinen Pinselsymbol auf dem Stift oder dem Zusatz „Aquarell“, „Aqua“, „wasservermalbar“ oder ähnlichem gekennzeichnet.

    Die folgenden Zeilen beziehen sich auf meine Erfahrungen mit wasserfesten Buntstiften in Künstlerqualität.

    Hier habe ich sehr raues Papier verwendet

    Zeichnen mit Buntstiften

    • Buntstifte können gut statt eines Bleistifts verwendet werden – mit einem großen Unterschied: sie lassen sich schlecht oder gar nicht wegradieren. Diesen „Nachteil“ gleichen sie dadurch aus, dass sie weniger verschmieren, wie es – insbesondere weiche – Bleistifte tun. 
    • Für Buntstifte kann raues oder glattes Papier verwendet werden. Auf rauem sieht man die Struktur des Papier noch gut, das ergibt eine schöne Lebendigkeit, allerdings sind feine Details so nicht zu erreichen. Dafür ist dann glatteres Papier besser geeignet. Ein wenig Struktur jedoch muss Papier für’s Zeichnen immer haben, sonst können die Pigmente nicht haften bleiben.
    • Auch getöntes Papier ergibt einen besonderen Reiz. Mit pigmentstarken Buntstiften kann man sogar auf sehr farbigem Papier zeichnen und damit einen tollen Effekt erzielen

    Farben mischen mit Buntstiften…

    … ist nicht so leicht, wie mit flüssiger Farbe wie beispielsweise Aquarell- oder Acrylfarbe. Es geht aber doch ganz gut und der besondere Charakter des Buntstifts bleibt gut sichtbar.

    Drei Möglichkeiten fallen mir dazu ein:

    1. Farben flächig übereinander legen: Dazu wird der Stift flach angesetzt und mit nur leichtem Druck flächig aufgetragen – das nennt mann Schummern. Die zweite, dritte, vierte Farbe kommt dann darüber, bis der gewünschte Farbton erzielt ist
    2. Farben miteinander verwischen: Dazu werden die Farbflächen zusätzlich zum Schummern verrieben, entweder mit dem Finger oder man verwendet einen besonderen Stift, den sogenannten Blender.
    3. Farben als Linien neben- und übereinander legen: Dabei zeichnet man parallele Linien horizontal, vertikal, über Kreuz etc. Diese Technik wird sehr häufig beim Zeichnen verwendet und heißt –> Schraffieren.

    In der künstlerischen Zeichnung und Illustration wird die Technik der Schraffur verwendet, um mittels eng aneinandergesetzter Linien, GrauwerteFarbtöne und Schattierungen darzustellen. Neben der einfachen parallelen Schraffur wird hier auch häufig die Technik der Kreuzschraffur verwendet: Über eine erste Lage von parallelen Strichen wird eine zweite Lage derart gezeichnet, dass sich die Linien in einem Winkel kreuzen. Hierdurch lassen sich sehr gut Schraffuren nachträglich dunkler machen und auch Hell-Dunkel-Gradienten darstellen. (Quelle: Wikipedia)

    Kombination mit anderen Medien

    Buntstifte lassen sich wunderbar mit anderen Techniken und Medien kombinieren, zum Beispiel Aquarell, Gouache, Pastell oder Acryl. Sie sind wahre Tausendsassas für Mixed-Media-Techniken. Mit glatten Untergründen wie Glas oder Metall vertragen sie sich allerdings nicht so gut, aber Papier, Pappe, Holz oder Leinwand sind kein Problem.

    Inzwischen verwende ich nur noch Buntstifte in echter Künstlerqualität. Und so wurde mir auch klar, dass sich mein alter Freund über die Jahre gar nicht so sehr verändert hat – ich habe nur seinen Bruder getroffen, der meinem Kumpel aus Kindertagen zum Verwechseln ähnlich sieht, aber einen ganz anderen Charakter hat 😉

    Ich finde, Buntstifte haben es verdient, aus der Kindergartenecke heraustreten zu dürfen und ihren vollwertigen Platz in der Reihe der echten Künstlermaterialien einzunehmen, um damit einfach locker alles zu zeichnen 🙂

  • Skizzenbuch statt weißes Blatt

    Skizzenbuch statt weißes Blatt

    Als ich vor einigen Jahren wieder angefangen habe zu zeichnen, war meine größte Herausforderung das „weiße Blatt“. Autoren kennen dieses Problem auch: die erste Seite, der erste Satz – wie anfangen? Was schreiben?

    Als Kind und auch später habe ich viel gezeichnet, alles mögliche, Tiere, Menschen, Blumen, was immer mir gefiel. Ich habe gar nicht darüber nachgedacht, sondern einfach losgekritzelt. 

    Schon seit Jahren habe ich mir immer wieder Skizzenbücher gekauft, weil ich zum einen Bücher liebe, zum anderen wollte ich schon lange „mal wieder mit dem Zeichnen anfangen“.

    Eigentlich konnte ich es, ich habe noch stapelweise Zeichnungen aus meiner Kindheit (meine Mama hat fast alle aufbewahrt).

    Ich hatte zahllose Stifte aller Art, vom Bleistift über den Tusche-Fineliner bis zum Füller und natürlich besagte Skizzenbücher: wundervolles Papier, schöner Einband, verschiedene Größen – kurzum: ich hatte alles, womit und worauf ich gerne Zeichnen würde. 

    Ja, würde. Es gab dieses Problem – das wundervolle Buch. Das schöne Papier. Ich hatte das Gefühl, diese perfekten Bücher würden zerstört, wenn ich darin zeichnete und meine Zeichnungen nicht „gut“ waren.

    Was also tun? Ich wollte doch so gerne wieder zeichnen! 

    Ich habe dann damit begonnen, digital zu zeichnen – so konnte ich die „schlechten“ Skizzen einfach wieder löschen. Keine gute Idee, sind doch die weniger gelungenen Zeichnungen die besten Lehrmeister. Also habe ich mich getraut und eines der Skizzenbücher verwendet – was für eine Überwindung! Aber es wurde gar nicht so schlecht 😉

    Hier meine Tipps, wie Du die Angst vor dem weißen Blatt in deinem Skizzenbuch überwinden kannst:

    • Auf die erste Seite schreibst Du einfach Deinen Namen und Deine Adresse. Das kannst Du jetzt noch ein wenig ausschmücken, indem Du zum Beispiel einige Stifte und Farben ausprobierst und immer dazu schreibst, was Du da verwendet hast. Voilà – erste Seite gefüllt!
    • Du beginnst nicht auf der ersten Seite, sondern irgendwo mittendrin. Schlag’ einfach Dein Skizzenbuch auf und leg’ los.
    • Eine weitere Möglichkeit ist es, ein farbiges Skizzenbuch zu besorgen. Komischerweise wirkt getöntes Papier nicht so einschüchternd wie weißes.
    • Verwende statt eines Skizzenbuches ein Skizzenheft. Das hat nicht so viele Seiten und wirkt nicht so wertig. Auch Skizzenhefte gibt es mit gutem Zeichenpapier.
    • Zeichne auf Zettel, Postkarten, Papierservietten, irgendwas, das nicht so „wertvoll“ ist. Die Zeichnungen klebst Du ins Skizzenbuch.

    Hast Du auch noch einen Tipp, wie Du die Herausforderung „weißes Blatt“ angehst? Dann schreib’ es mir gerne in die Kommentare.

  • Dein Starter-Set zum Zeichnen: was Du zu Beginn (und auch später) gut gebrauchen kannst

    Dein Starter-Set zum Zeichnen: was Du zu Beginn (und auch später) gut gebrauchen kannst

    Oft werde ich gefragt, was man denn als Einstieg zum Zeichnen an Material braucht, und eigentlich ist die Antwort ganz einfach: Stift und Papier. Ja, tatsächlich, irgendeinen Stift und irgendein Papier, das genügt völlig. Aber so wirklich Spaß macht es ja auch nicht, nur mit Bleistift auf Kopierpapier zu zeichnen, oder? Und tatsächlich sind die Möglichkeiten damit schon etwas eingeschränkt. Im Laufe meiner „Zeichenkarriere“ habe ich zahlreiche Tools und Materialien ausprobiert und stelle dir hier vor, was du für den Anfang (und auch danach) gut gebrauchen kannst: Papier Zeichenpapier gibt es in vielen Ausführungen. Gut beraten bist du, wenn du auf folgendes achtet:
    • Papierstärke: das bezeichnet die Dicke des Papiers. Sie wird angegeben als Gewicht pro Quadratmeter (g/qm). Mindestens 120g/qm sollten es sein, besser aber 160 oder 200 g/qm. Das hat den Vorteil, dass du gut radieren kannst, ohne dass das Papier reisst und dass du auch mal mit etwas Wasser darauf arbeiten kannst, z.B. bei einer leichten Aquarellkoloration.
    • Ausführung: Damit ist gemeint, ob das Papier lose, fest gebunden als Buch oder als Block vorliegt. Lose Blätter bekommt man fast nur im Fachhandel für Künstlerbedarf, Blöcke auch im Versand oder im Schreibwarenladen. Blöcke können klebegebunden oder mit einer Spirale gebunden sein. Bei beiden Ausführungen lassen sich einzelne Blätter leicht herausreißen. Bei festgebundenen Zeichen- oder Skizzenbüchern ist dies nicht so gut möglich und soll auch nicht so sein.
    • Format: DIN A 4 ist eine gute Größe zu Beginn, auch A3 geht noch. Bei Skizzenbüchern würde ich sogar zu A5 tendieren, dann ist das Buch noch schön handlich. Denk’ daran, dass du das Buch vielleicht auch einmal mitnehmen möchtet, um unterwegs oder im Urlaub zu zeichnen.
    Stifte Auch bei den Stiften ist die Auswahl riesig. Vom einfachen Bleistift bis zum Acrylmarker – Zeichnen kann man mit (fast) allem. Was man immer gut gebrauchen kann, sind:
    • Bleistifte: Die gibt es als holzgebundene Stifte (muss man anspitzen) und Druckbleistifte. 2 bis 3 Bleistifte der Stärken HB, 2B und 4B solltest du haben.
    • Buntstifte: Jeder kennt sie aus der Kindheit, und sie eignen sich wunderbar zum Zeichnen. Allerdings würde ich bei Buntstiften nicht zu den Kinderstiften greifen – sie enthalten wenig Pigmente und sind auch etwas hart. Sehr gut (allerdings natürlich etwas teurer) sind Stifte in Künstlerqualität. Sie haben den Vorteil, dass sie mehr und bessere Pigmente enthalten und du somit mehr Farbe auf’s Papier bringen kannst. Buntstifte gibt es auch wasservermalbar – du erkennst das am Zusatz „Aquarell“, „watersoluble“ oder an einem kleinen Pinselsymbol auf dem Stift.
    • Fineliner: Auch diese gibt es in einer wasserfesten Ausführung. Wenn wasserfest nicht angegeben ist, sind sie wasserlöslich. Die meisten Hersteller bieten diese Stifte in verschiedenen Stärken an, z.B. auch mit Pinselspitze.
    • Kugelschreiber: Ja, tatsächlich 😉 Mit einem Kugelschreiber lassen sich tolle, ebenmäßige Striche zeichnen. Und auch hier gibt es Variationen: dünnere oder dickere Mine, verschiedene Farben etc.
    … und sonst noch? Ein wenig Zubehör darf es natürlich auch noch sein, manches ist wichtig, manches verzichtbar, aber nice to have.
    • Radiergummi: Der sollte dabei sein, am besten ein Knetradiergummi. Diese rauen das Papier nicht auf und man kann auch Teile der Zeichnung einfach weg-„tupfen“, um nur noch einen Hauch des Bleistifts stehen zu lassen.
    • Anspitzer: Braucht man natürlich für holzgebundene Stifte oder Vollminenstifte (ohne Holz). Am besten hat dein Anspitzer 2 Öffnungen, für dickere und dünnere Stifte, oder du wählst eine Bleistift-Spitzmaschine mit Kurbel, da passen verschiedene Stiftgrößen problemlos hinein.
    • Wasserpinsel: Wenn du gerne mit vermalbaren Bunt- oder Filzstiften arbeitet, ist ein Wasserpinsel ein toller Begleiter. In den Schaft kann man Wasser einfüllen, so erübrigt sich das Mitnehmen von Wasser und Wasserbehälter. Wählt die Spitze lieber dicker, denn mit den feinen Pinseln ist es schwer, eine größere Fläche Farbe anzulösen und zu vermalen. Die Spitze ist ja dennoch fein.
    • ein kleiner Aquarellkasten: Vielleicht hast du ja noch einen im Schrank, dann solltest du ihn unbedingt nutzen. Mit Aquarellfarben kannst du deinen Skizzen und Zeichnungen schnell und locker etwas Farbe einhauchen.
    Was ich immer dabei – oder zu Hand – habe Zunächst einmal ein Skizzenbuch. Für mich ist es wichtig, dass das Papier des Skizzenbuchs auch leichte Kolorierungen mit Aquarellfarbe zulässt, also wähle ich meist ein Watercolor-Book oder Aquarellskizzenbuch. Damit bin ich flexibel, da auch die meisten anderen Techniken darauf sehr gut funktionieren. Mein Skizzenbuch (meist habe ich mehrere gleichzeitig in Gebrauch) ist ca. DIN A5 groß, manchmal auch etwas größer. Zum ausprobieren neuer Techniken oder Papiere habe ich auch gerne ein kleines Skizzenheft. Das ist praktisch, da es sich gut mitnehmen lässt. An Stiften habe ich folgendes immer dabei: einen Bleistift, ein paar Buntstifte (wasservermalbar und wasserfest), einen schwarzen Kugelschreiber, zwei Füller mit wasserfester Tinte, einen wasserfesten Kalligrafie-Filzstift und einen weißen Acrylmarker. Weiterhin Knetradiergummi, Anspitzer, ein kleines Aquarellkästchen und einen Wasserpinsel. Ich habe mir aus einer Kinder-Stiftebox eine kleine Kombination gebastelt, in der das wirklich nötigste drin ist. Zusammen mit meinem Skizzenbuch hab ich mit einem Griff alles zur Hand, was ich zum Zeichnen brauche. Viel Spaß beim Ausprobieren!